





Abir Kobeissi , I harvest, you harvest, we harvest
Located in the heart of Bavaria, in Munich, only a couple of meters away from Siegestor and Ludwigstrasse. The Academy of Fine Arts in Munich, with its constantly manicured front lawn inspired me to create this proposal for the Freifläche of the yearly exhibition 2023.
The architecture and history of the city, the monumentality and what it actually represents, in juxtaposition to the rural region surrounding Munich, influenced my conception of this public Art installation.
It‘s the urban/monumental meeting the perishable/rural, the monumental non utilitarian, that is made with the intention to stay eternal, the imperial , confronting the ephemeral. A transformation of landscape spaces with a defined socio-political and cultural contrast.
Symbols of labor, representing an end of a particular action and a beginning of a new cycle, hay bales shall be installed on the frontal lawn. The Image intended is aiming to challenge our ways of perceiving these two economies, one that deals with excess and the other that deals with scarcity.
I harvest, you harvest, we harvest,
is clearly drawing the line or pointing at that socio-economical cultural paradox or rupture that is there to be noticed when comparing Munich to its surrounding, without forgetting the communal responsibilty to heal or repair a potential rupture and gap.
The work offers a space for an audience of all ages to experiment and interact with the material, offering an extraordinary visual and sculptural presence in the ́cityˋ.
I harvest, you harvest, we harvest;
Since each one of us is dealing with materiality in a completely different way and giving materiality a completely different value, importance or urgency, how dependant are our survivals on our harvests, with their differences, significances or insignificances ? Could I live without your harvest and you live without mine?
Text Abir Kobeissi 2023
Abir Kobeissi, ich ernte, du erntest, wir ernten
Im Herzen Bayerns, in München gelegen, nur wenige Meter vom Siegestor und der Ludwigstraße entfernt. Die Akademie der Bildenden Künste in München mit ihrer stets gepflegten Wiese inspirierte mich als Künstlerin.
Die Architektur und Geschichte der Stadt, die Monumentalität und das, was sie tatsächlich darstellt, in Gegenüberstellung in die ländliche Umgebung Münchens, beeinflusste meine Konzeption dieser öffentlichen Kunstinstallation.
Das Städtische/Monumentale, das Imperiale, geschaffen mit der Absicht, ewig zu bleiben trifft auf das Ländliche; eine Transformation von Landschaftsräumen mit einem definierten gesellschaftspolitischen und kulturellen Kontrast.
Symbole der Arbeit, die das Ende einer bestimmten Aktion und den Beginn eines neuen
Zyklus darstellen, werden Strohballen auf der Wiese vor der Akademie der Bildenden Künste in München aufgestellt. Das beabsichtigte Bild zielt darauf ab, unsere Art und Weise, diese beiden Ökonomien wahrzunehmen, in Frage zu stellen, wobei sich die eine mit Überschuss und die andere mit Knappheit befasst. Ich ernte, du erntest, wir ernten zieht klar die Grenze oder weist auf das sozioökonomische kulturelle Paradox oder den Bruch hin, der beim Vergleich Münchens mit seiner Umgebung auffällt, ohne dabei die gemeinschaftliche Verantwortung zu vergessen, einen möglichen Bruch und eine Lücke zu heilen oder zu schließen. Die Arbeit bietet einem Publikum jeden Alters einen Raum zum experimentieren und interagieren mit dem Material und bietet eine außergewöhnliche visuelle und skulpturale Präsenz in der „Stadt“.
Ich ernte, du erntest, wir ernten;
Da jeder von uns auf völlig andere Weise mit Materialität umgeht und der Materialität einen völlig anderen Wert, eine andere Bedeutung oder Dringlichkeit beimisst, wie abhängig ist unser Überleben von unseren Ernten mit ihren Unterschieden, Bedeutungen oder Bedeutungslosigkeiten? Könnte ich ohne deine Ernte leben und du ohne meine?
TEXT Abir Kobeissi 2023